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25. Mai busNEWS KNX-Swiss Artikel

 

 

Kompatibilität über Generationen

 

 

Das lichtdurchflutete Einfamilienhaus steht in einem überraschend ländlichen Quartier in Muri (Bern). Die ganze Anlage mit romantischem Naturgarten, Ruderalpflanzen und dem grossen Teich bildet eine Einheit und ist eine Oase zum Verweilen. Ebenfalls ein Grund zur Freude ist die über 20-jährige EIB-Anlage, die die Besitzerin kürzlich auf den neusten KNX-Stand bringen liess.

 

 

Das Haus konnten die Besitzerin und ihr inzwischen verstorbener Mann 1995 selbst bauen und mithilfe ihres Architekten von Grund auf gestalten. Sie entschieden sich für eine sehr offene Architektur, im ganzen Erdgeschoss gibt es keine Türen, und der mittlere Hausteil ist auch zur Galerie im ersten Stock und zum Glasdach offen. Trotzdem vermittelt das Haus Geborgenheit, bleibt im Sommer kühl und im Winter warm. Im Obergeschoss trennen Glaswände und -türen die beiden grossen Zimmer von der Galerie und dem Balkon ab. Diese Bauweise mache ihr Heim zu einem Anti-Depressions-Haus, sagt die Besitzerin. Nachts wird der Garten beleuchtet, was den Eindruck der Einheit von Haus und Garten betont.

 

 

Die Materialien für die Innenausstattung wurden zurückhaltend gewählt. Die Betondecken sind weiss gestrichen, sämtliche Bodenplatten sind aus Naturschiefer, daneben gibt es viel Glas und Metall. Die dominierenden Farben sind Weiss, Rot und Schwarz. Auch heute ist das Haus noch sehr modern, renoviert werden musste bisher nichts 

 

 

 

Gebäudeautomations-Pioniere

 

 

Beim Bau hatten die Besitzer den Mut und die Weitsicht, Instabus (EIB) von Siemens zu installieren. „Wir waren praktisch die einzigen in der Schweiz, die das System für die Steuerung von Beleuchtung und Storen nutzten. Wir dienten quasi als Versuchskaninchen und waren erstaunt, was alles möglich ist. Auch unsere Freunde und Bekannten waren begeistert“, schwärmt die Besitzerin. 

 

 

Vor rund einem Jahr musste die Anlage erneuert werden, aus dem einzigen Grund, dass die Mechanik der EIB-Schalter ihre Lebensdauer erreicht hatte und sie nicht mehr funktionierten. Es begann die Suche nach einem Ersatz. Der Elektriker, der die Anlage ursprünglich eingebaut hatte, war pensioniert, und seine Nachfolger schauten beim Stichwort Instabus verständnislos. Ein anderer Elektriker verwarf die Hände und schlug sogar vor, dass System komplett auszubauen und durch eine konventionelle Anlage zu ersetzen.

 

 

 

Was zu beweisen war: KNX ist unkaputtbar

 

 

Per Zufall kam die Besitzerin in Kontakt mit Daniel Mosimann aus Oberdiessbach, der sich 2017 mit seiner DMO-connect GmbH selbstständig gemacht hat, damals aber noch Angestellter bei Elcom war. Der WorldSkills-Teilnehmer von 2015 schaute sich das Ganze an, und es gelang ihm, sich über die ETS mit dem System zu verbinden. Es fand sich auch eine alte CD, auf der ein Teil des Projektes gespeichert war. Diese Informationen genügten, um defekte Anlageteile ausfindig zu machen und auf den neusten Stand zu bringen.

 

 

Damit nicht genug: Daniel Mosimann erweiterte die Anlage um Bewegungsmelder in der Garage und im Untergeschoss für die Steuerung des Lichts sowie um eine Anwesenheitssimulation. Bei der Astralzeitschaltuhr, die die Gartenbeleuchtung steuert, mussten die Sensoren ausgewechselt werden. Dies zeigt, dass fast 25-jährige KNX-Geräte auch mit neustem Material kompatibel sind, und ist ein Beweis für die Investitionssicherheit und Herstellerneutralität von KNX. Im Schaltschrank waren einige Aktoren altersbedingt defekt und mussten ersetzt werden. Nun existieren alte und neue Aktoren friedlich nebeneinander, nur das Kabelgewirr hat Daniel Mosimann aufgeräumt und mit KNX-Standardkabeln vereinheitlicht.

 

 

Neu in die Anlage integriert ist auch die Bodenheizung mit Einzelraumregulierung. Die Storensteuerung wurde ebenfalls erneuert. Für eine Steuerung nach Sonnenstand bestand kein Bedarf, also wurde darauf verzichtet. Die Alarmanlage ist bisher nicht mit dem Bussystem verknüpft, eine Erweiterung um die Funktionen „alle Storen runter und alle Lichter an“ ist aber jederzeit ohne grossen Aufwand möglich. Die Anlage lässt sich bequem über eine App steuern. Die defekten Schalter, die die Erneuerung ausgelöst haben, wurden mit rund 20 Schaltern von Feller ersetzt, die zum Design des Hauses passen. Dasselbe steht auch den verbliebenen ursprünglichen Schaltern aus Gründen der Ästhetik noch bevor. Das zeigt einmal mehr: KNX ist höchst flexibel, benutzerfreundlich und auf lange Sicht kostengünstig.